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Der unheimliche Schleppzug walzt eine breite
Schneise in den Wald hinein. Eine einzige Wirrnis
von Baumsäulen, gesplittertem Holz, sperrigem
Geäst, Wurzelwerk und Erdreich bezeichnen seinen
Weg. Ein Tornado könnte kaum ein größeres Chaos
hinterlassen.
Während die Räumwalze in vorbereiteten
benachbarten Schneisen zum nächsten verheerenden Zug
angesetzt wird, rasselt ein ganzes Geschwader
schwerster Planierraupen heran. Sie schieben das
wüste Durcheinander zu einem riesigen Wall
zusammen.
Schon rücken Männer an, die Benzin und Öl über die
Holzmassen sprühen. Dann züngeln die Flammen
hoch, rasselnd, pfeifend, vollenden das Werk der
Vernichtung. In das Knattern des Feuers mischen sich
der Donner der Motoren, das Kettengerassel der
Raupen, das Krachen stürzender Baumriesen. Ein
Lärm, als sei die Hölle los.
So gehen die Männer der ALCAN den Urwald an,
um ihm den Platz für die Stadt Kitimat abzuringen.
Nie zuvor hat man Wald so gründlich beseitigt, noch
nie so schnell eine große Fläche hineingerodet, wie
hier in British Columbias Bergwäldern.
Vitalis Pantenburg: Unternehmen Kitimat, Arena-Verlag, 1960
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